Alle Gottesdienste und alle öffentlichen Veranstaltungen der Pfarrei St. Petrus sind bis zum 19. April 2020 ausgesetzt.
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Und was wird aus uns?

Was wird aus uns? Wo diese Frage auftaucht, fühlen Menschen sich verunsichert, schwingt Sorge mit. So auch in den ehemals selbstständigen Pfarreien St. Joseph, St. Johann Baptist & Petrus und St. Marien, als das Entstehen einer neuen, großen Kirchengemeinde manchen Gemeindemitgliedern wie das Herannahen einer gefährlichen Giftwolke erschien, die hier alles bisherige Gemeindeleben bedrohe.

Nun sind nach der Gründung von St. Petrus einige Jahre ins Land gegangen. Schnell stellte sich die Erfahrung ein, dass statt giftigem Niederschlag eher ein befruchtender Frühlingsregen vom Himmel kam. Die Sorgen waren wie weggeblasen und rund um die drei Kirchtürme regten sich neue, verheißungsvolle Initiativen: Gesprächskreise junger Erwachsener, Bibelgruppen, Kreise junger Eltern, Liturgie für Kinder, Dialog mit Künstlerinnen und Künstlern ...

Dennoch ist die Frage »Was wird aus uns?« berechtigt, denn Vieles steht und fällt in unseren Gemeinden nach wie vor mit der Zahl hauptamtlicher Seelsorger/-innen und Priester. Man müsste blind und taub sein zu meinen, dass dies noch lange so bleiben könne.
Noch wichtiger aber scheint mir eine andere Sorge zu sein: Wie lange will die Kirche noch zusehen, dass es unter uns viele getaufte und gefirmte Christinnen und Christen gibt, die in ihren Berufen und im gesellschaftlichen Leben viel Verantwortung tragen, denen in den Gemeinden aber nur wenig zugetraut wird. Zukunftsfähig werden unsere Gemeinden erst da, wo auch ihre Fähigkeiten und Gaben ernst- und angenommen werden.

Auf dieser Überzeugung baut das »Petrus-Modell« auf, von dem schon mehrfach hier die Rede war. Mit ihm machen wir nun ernst! Der Pfarrgemeinderat hatte beschlossen, als erstes in der Gemeinde St. Marien damit zu beginnen. Wie kann das »Petrus- Modell« mit seinen vier »Säulen« oder »Bereichen« konkret aussehen (»Begegnung und Gastfreundschaft«, »Solidarität und Nächstenliebe«, »Glaubenszeugnis und Glaubensvertiefung« und »Gebet und Feier des Glaubens«)? Wer kann dafür Verantwortung übernehmen? Welchen Platz haben die schon bestehenden Gruppen in der erneuerten »Gemeinde«? Was wird sich sichtbar ändern?

Um diese Fragen geht es in der »Gemeindeversammlung St. Marien«. 

Eingeladen sind alle, die im Bereich der »alten« Gemeinde St. Marien wohnen oder dort ihre »geistliche Heimat« haben, besonders auch jene Frauen und Männer, welche sich in den Gruppen und Kreisen im Umfeld von St. Marien engagieren.
Mit diesem Schritt betreten wir Neuland in der katholischen Kirche von Bonn und in unserem Erzbistum. Und Sie sind dabei, ganz gewiss!

Peter Adolf, Pfarrvikar