Institutionelles Schutzkonzept

zur Prävention gegen (sexualisierte) Gewalt
an Kindern und Jugendlichen

Seit Bekanntwerden der MissbrauchsfĂ€lle im Jahr 2010 hat die katholische Kirche die Maßnahmen zur PrĂ€vention sexualisierter Gewalt intensiviert. Maßnahmen um Missbrauch vorzubeugen oder ihn zu erkennen und zu beenden sind zum integralen Bestandteil der kirchlichen Arbeit mit Kindern, Jugendlichen und schutz- oder hilfebedĂŒrftigen Erwachsenen geworden. Einige dieser Maßnahmen sind verpflichtende Schulungen fĂŒr hauptamtliche MitarbeiterInnen in Kindertageseinrichtungen, in Kirche und in Seelsorge sowie fĂŒr ehrenamtlich TĂ€tige, die Kontakt zu Kinder und Jugendlichen haben. FĂŒr alle gilt außerdem die Verpflichtung, aktuelle polizeiliche FĂŒhrungszeugnisse vorzulegen, mit denen bereits bekannte Anschuldigungen nachgewiesen werden könnten.

Mit der Erarbeitung eines Institutionellen Schutzkonzeptes geht das Erzbistum Köln nun noch einen Schritt weiter. Hierunter versteht man die gebĂŒndelten BemĂŒhungen eines TrĂ€gers um die PrĂ€vention von sexualisierter Gewalt.

Es ist der ganzheitliche Ansatz, der auf der Basis einer Grundhaltung von ‚WertschĂ€tzung und Respekt‘ mit dem Ziel und unter dem Dach einer ‚Kultur der Achtsamkeit‘ die verschiedenen prĂ€ventiven Maßnahmen in Beziehung zueinander bringt. (Grafik Haus)

Eine Arbeitsgruppe von Verantwortlichen aus der Kinder- und Jugendarbeit hat im Jahr 2018/19 ein solches Konzept fĂŒr die Pfarrgemeinde St. Petrus/Bonn entwickelt. Begleitet wurde der Prozess von Pastoralreferentin Ingeborg Rathofer, die aus dem Seelsorgeteam verantwortlich fĂŒr den Bereich PrĂ€vention ist. Zusammen mit Frau Nathalie Jansen und Frau Andrea Palm aus dem Familienzentrum sind ansprechbar fĂŒr alle Belange rund um das Thema PrĂ€vention.

Das Institutionelle Schutzkonzept kann auf der Homepage der Pfarrgemeinde St. Petrus eingesehen werden. Es soll lebendig und aktuell gehalten werden und lebt von RĂŒckmeldungen und Nachfragen aus der Gemeinde.  Alle zwei Jahre soll es ĂŒberprĂŒft und den Erfordernissen entsprechend aktualisiert und angepasst werden.

Neben den pfarrinternen Ansprechpartnern hat der Kardinal drei Ansprechpersonen beauftragt.

Frau Hildegard Arz0152 – 01 64 22 34
Herr Dr. rer. med. Emil G. Naumann0221 – 16 42 394


Wenn also ein MinderjĂ€hriger von sexualisierter Gewalt oder VernachlĂ€ssigung berichtet oder man die Vermutung hat, dass ein Kind oder Jugendlicher Opfer sexualisierter Gewalt geworden ist, sind sie zustĂ€ndig und können benachrichtigt werden. Sie mĂŒssen benachrichtigt werden, sobald eine begrĂŒndete Vermutung gegen eine Mitarbeiterin oder einen Mitarbeiter oder Ehrenamtlich TĂ€tigen geĂ€ußert wird bzw. vorliegt.

Lassen Sie uns gegenĂŒber Menschen, die das Kindeswohl nicht im Blick haben, ein klares Zeichen setzen: Ihr habt bei uns keinen Platz! Wir zeigen: Bei uns besteht ein enges Netz der Achtsamkeit und Aufmerksamkeit! Das wollen wir pflegen und verbessern.

FĂŒr PrĂ€ventionsschulungen und Vertiefungskurse melden Sie sich bitte bei den entsprechenden Leitern der Kinder- und Jugendgruppen. 

Informationen zur Beantragung eines FĂŒhrungszeugnisses erhalten Sie in unseren PfarrbĂŒros.