Wer alles durchschaut, sieht nichts mehr

Vortrag  von Dr. Norbert Feinendegen

„Wer alles durchschaut, sieht nichts mehr.“ –
Schafft die Wissenschaft den Menschen als Menschen ab?

Zum Inhalt des Vortags: 

Seit ihrem Aufkommen vor 400 Jahren hat die moderne Naturwissenschaft unserer menschlichen Eigenliebe einige Kränkungen zugefügt. Sie hat uns aus dem Mittelpunkt des Weltalls vertrieben (Galilei), uns zu bloßen komplexen Tieren gemacht (Darwin), gezeigt, dass wir nicht einmal Herr im Haus unseres eigenen Bewusstseins sind (Freud) und die Freiheit unseres Willens als Illusion entlarvt (Hirnforschung). So scheint es heute zumindest vielen, weshalb die bange Frage entsteht, ob uns nicht unter dem unbestechlichen Blick wissenschaftlicher Forschung alles wahrhaft Menschliche zwischen den Fingern zerrinnt. Nötigt uns die heutige Naturwissenschaft tatsächlich dazu, so weitreichende Folgerungen zu ziehen? Dieser heute allzu berechtigten, ja geradezu drängenden Frage, widmet sich der Referent in seinem Vortrag.

Zum Referenten:

Dr. Norbert Feinendegen, Jahrgang 1968, studierte Philosophie und Theologie in Aachen und Bonn und promovierte 2008 in Systematischer Theologie über den britischen Literaturwissenschaftler, Philosophen und Laientheologen C. S. Lewis ("Denk-Weg zu Christus. C. S. Lewis als kritischer Denker der Moderne“). Er ist freier Autor und Referent in der Erwachsenenbildung sowie Übersetzer und Mitherausgeber von Schriften von C. S. Lewis. Themenschwerpunkte: Werk und Denken von C. S. Lewis, Ethik und Fragen zum Verhältnis von Glaube und Naturwissenschaft.


ORT:
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