Die Basilika steht in der Bonner Nordstadt an der Adolfstraße/Ecke Oppenhoffstraße, unweit des Stadthauses.

St. Marien steht in der Bonner Nordstadt an der Adolfstraße/Ecke Oppenhoffstraße, unweit des Stadthauses.
Der Entwurf für die Marienkirche stammte von Joseph Prill, welcher im Hauptberuf Religionlehrer an der Oberrealschule Bonn war. Die Pläne sahen eine große neogotische Basilika mit fünfseitigem Chorabschluss, zwei Seitenschiffen und einem hohen Kirchturm vor. Die Länge der Kirche beträgt 80, die Breite 20 Meter. Am 14. August 1887 wurde der Grundstein gelegt, am 11. September 1892 konnte die Kirche benefiziert werden, am 7. November nahm Erzbischof Antonius Kardinal Fischer die feierliche Konsekration der Marienkirche vor. Die Kirche erhielt den Titel der Unbefleckten Empfängnis Mariens und Aller Heiligen.

August Macke hielt die Marienkirche als Hintergrundmotiv auf etlichen Gemälden und Zeichnungen von seiner nahe gelegenen Wohnung mit Atelier aus fest, beispielsweise Kinder im Garten (1913) oder - wie hier zu sehen - Marienkirche mit Häusern und Schornstein (1911).
Die Pfarrei, die in den 1950er Jahren mit 14.500 Mitgliedern eine der größten des Erzbistums Köln war, wurde 1952 in zwei Exposituren St. Marien-West und St. Marien-Nord mit je 7000 Seelen aufgeteilt, aus denen 1958 die selbständigen Pfarreien St. Franziskus und St. Helena hervorgingen und dies bald auch mit eigener Kirche. Auch im Westen Bonns wurden Teile von St. Marien abgetrennt, die an die neu zu bildende Pfarrei St. Michael gingen, sodass nach der Aufteilung dem Pfarrbezirk St. Marien noch ca. 6000 Seelen verblieben. 2003 wurden die drei Gemeinden St. Helena, St. Franziskus und St. Marien wieder zu einer Gemeinde (Sankt Marien) vereinigt. Sie zählte um die 3.500 Mitglieder. Seit 2010 gehört Sankt Marien zur neu geschaffenen Gemeinde Sankt Petrus.
Die Marienkirche hat den neogotischen Stil bis heute bewahrt und gilt als eine der stilreinsten Kirchen Bonns.
Neben dem Hochaltar und den beiden Seitenaltären aus der Zeit um 1891 bis 1893 besitzt die Kirche auch noch eine alte Kanzel (mittlererweile im hinteren Bereich der Kirche aufgestellt), die Kommunionbank, das Taufbecken, die Pietá und die Kreuzwegbilder aus der Bauzeit der Kirche. In den frühen 1990er Jahren erhielt die Kirche einen Anstrich, wie ihn der Architekt vorgesehen hatte.
Im Turm hängen drei Bronzeglocken der Gießerei Otto in Hemelingen bei Bremen aus 1951. Das Geläut sollte ursprünglich auf fünf Glocken erweitert werden, dies ist aber aus finanziellen Gründen nie geschehen. Den vorhandenden drei Glocken mit den Schlagtönen es', f' und ges' sollten noch eine b0- und eine des'-Glocke hinzugefügt werden. Die Patrone der Glocken sind (von groß nach klein) die Heiligen Augustinus, Heinrich, und Bernhard. Im Dachreiter befindet sich zudem eine weitere kleine Glocke mit dem Schlagton ges'', welche als Wandlungsglocke dient.

- Eine ungewöhnliche Perspektive: vom Turmhelm auf den Kindergarten Sankt Marien






