St. Marien

Die Basilika in der Bonner Nordstadt

Der Entwurf fĂŒr die Marienkirche stammte von Joseph Prill, welcher im Hauptberuf Religionslehrer an der Oberrealschule Bonn war. Die PlĂ€ne sahen eine große neogotische Basilika mit fĂŒnfseitigem Choschluss, zwei Seitenschiffen und einem hohen Kirchturm vor. Die LĂ€nge der Kirche betrĂ€gt 80, die Breite 20 Meter. Am 14. August 1887 wurde der Grundstein gelegt, am 11. September 1892 konnte die Kirche benefiziert werden, am 7. November nahm Erzbischof Antonius Kardinal Fischer die feierliche Konsekration der Marienkirche vor. Die Kirche erhielt den Titel der Unbefleckten EmpfĂ€ngnis Mariens und Aller Heiligen.

Die Pfarrei, die in den 1950er Jahren mit 14.500 Mitgliedern eine der grĂ¶ĂŸten des Erzbistums Köln war, wurde 1952 in zwei Exposituren St. Marien-West und St. Marien-Nord mit je 7000 Seelen aufgeteilt, aus denen 1958 die selbstĂ€ndigen Pfarreien St. Franziskus und St. Helena hervorgingen und dies bald auch mit eigener Kirche. Auch im Westen Bonns wurden Teile von St. Marien abgetrennt, die an die neu zu bildende Pfarrei St. Michael gingen, sodass nach der Aufteilung dem Pfarrbezirk St. Marien noch ca. 6000 Seelen verblieben. 2003 wurden die drei Gemeinden St. Helena, St. Franziskus und St. Marien wieder zu einer Pfarrgemeinde (Sankt Marien) vereinigt. Sie zĂ€hlte um die 3.500 Mitglieder. Seit 2010 gehört Sankt Marien zur neu geschaffenen Pfarrei Sankt Petrus. 

Die Marienkirche besticht durch ihren neogotischen Stil
Die Marienkirche hat den neogotischen Stil bis heute bewahrt und gilt als eine der stilreinsten Kirchen Bonns. Neben dem Hochaltar und den beiden SeitenaltĂ€ren aus der Zeit um 1891 bis 1893 besitzt die Kirche auch noch eine alte Kanzel (mittlerweile im hinteren Bereich der Kirche aufgestellt), eine Kommunionbank, ein Taufbecken, eine PietĂĄ und Kreuzwegbilder aus der Bauzeit der Kirche. In den frĂŒhen 1990er Jahren erhielt die Kirche einen Anstrich, wie ihn der Architekt vorgesehen hatte.

12 Glasfenster des KĂŒnstlers S. Weigmann stellen die Anrufungen nach der so genannten Lauretanischen Litanei, einer aus der Ostkirche importierten Form der Marienanrufung, dar. Zwei der Fenster sind in der rechten Spalte abgebildet.

Im Turm hĂ€ngen drei Bronzeglocken der Gießerei Otto in Hemelingen bei Bremen aus 1951. Das GelĂ€ut sollte ursprĂŒnglich auf fĂŒnf Glocken erweitert werden, dies ist aber aus finanziellen GrĂŒnden nie geschehen. Den vorhandenden drei Glocken mit den Schlagtönen es', f' und ges' sollten noch eine b0- und eine des'-Glocke hinzugefĂŒgt werden. Die Patrone der Glocken sind (von groß nach klein) die Heiligen Augustinus, Heinrich, und Bernhard. Im Dachreiter befindet sich zudem eine weitere kleine Glocke mit dem Schlagton ges'', welche als Wandlungsglocke dient.

ÖFFNUNGSZEITEN

Dienstag bis Sonntag
Oktober bis MĂ€rz 9-17 Uhr.
April bis September 9-19 Uhr.
Und zu den Gottesdienstzeiten.

ADRESSE

Adolfstraße 28d 
53111 Bonn

Orgeln in St. Marien

Neben der Hauptorgel gibt es seit 2010 gibt es eine zweite Orgel in der Kirche, die 'Chororgel' vorne im rechten Seitenschiff. Sankt Marien ist aufgrund der beiden Orgeln und der großen Akustik mit 7-8 Sekunden Nachhallzeit sehr geeignet und beliebt fĂŒr Konzerte mit jeglicher Instrumentierung.