Die Hauptorgel der Pfarrkirche St. Marien ist ein Instrument aus dem Hause Klais in Bonn (Opus MV71). Es wurde 1897 von Firmengründer Johannes Klais mit zwei Manualen und 26 klingenden Registern bei pneumatischer Traktur erbaut. Um das große Westfenster frei zu lassen, erhielt die Orgel einen zweigeteilten Prospekt für Hauptwerk und Pedal (Aufteilung in C- und Cis-Seite) und unterhalb des Fensters das Schwellergehäuse mit Windanlage.
Schon wenige Jahre nach der Orgelweihe war der Chor der Marienkirche so groß geworden, dass mehr Platz auf der Orgelbühne benötigt wurde - die beiden Prospekthälften wurden daher um 90 Grad gedreht und platzsparend im Turmraum aufgebaut. Leider sieht man vom Kirchenschiff aus gesehen heute nur noch die Rundtürme, der restliche Prospekt ist lediglich auf der Orgelbühne selbst noch erkennbar.
Die ursprünglich romantische Disposition wurde 1961 zugunsten der Ideen der Orgelbewegung verändert und “aufgehellt”. Das Werk wurde elektrifiziert, das Schwellwerk aufgegeben und ein neuer Spieltisch gebaut. Das Instrument hat diesen Zustand bis heute bewahrt.
Die Disposition lautet nun:

Pedalwerk (C-f')
Principalbass 16 *
Subbass 16 *
Octavbass 8 *
Gedacktbass 8
Choralbass 4
Posaune 16 *
Hauptwerk (C-g'''')
Bordun 16 *
Principal 8 *
Flöte 8 *
Octave 4 *
Rohrflöte 4
Quinte 2 2/3
Superoctave 2 *
Gemshorn 2
Cymbel 3 fach
Mixtur 4-5 fach
Trompete 8 *
Oberwerk (C-g'''')
Lieblich Gedackt 8
Salicional 8 *
Principal 4 *
Hohlflöte 4 *
Schwiegel 2
Terz 1 3/5
Sifflöte 1 1/3
Scharff 4 fach
Krummhorn 8
Spielhilfen: Koppel II an I, Koppel I an Ped, Koppel II an Ped, Tremulant II
Register mit * stammen aus 1897





